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   Hintergrundwissen für das erweiterte Setup
Kategorie Win2000-Setup
Montag, 10.09.2001 11:46 | Autor: Stephan Beyer Defekten Link melden
Auszug aus dem Windows 2000 Online Handbuch

Die Informationen in den folgenden Abschnitten helfen Ihnen bei Ihrer Entscheidung, wie Sie Windows 2000 installieren möchten. Verwenden Sie hierbei am besten die Standardeinstellungen, es sei denn, Sie sind ein erfahrener Windows-Benutzer.

Dateisysteme
Entscheiden Sie vor dem Installieren von Windows 2000, welches Dateisystem Sie verwenden. Das Dateisystem ist die Methode, mit der Daten auf einer Festplatte gespeichert werden.

Windows 2000 unterstützt das Dateisystem NTFS oder eines der auf einer Datei­zuordnungstabelle (File Allocation Table, FAT) basierenden Systeme, d.h. FAT oder FAT32.

NTFS
NTFS ist das empfohlene Dateisystem für Windows 2000. Es bietet alle grund­legenden Funktionen der FAT-Dateisysteme, hat gegenüber FAT und FAT32 jedoch die folgenden Vorzüge:

Höhere Dateisicherheit.

Stärkere Datenträgerkomprimierung.

Unterstützt große Festplatten bis zu 2 TB (Terabyte). (Die maximale Größe von NTFS-Laufwerken übersteigt die von FAT-Laufwerken bei weitem, ohne dass die Laufwerkleistung bei zunehmender Größe sinkt, wie dies bei FAT-Laufwerken der Fall ist.)

Wenn Sie eine Dualbootkonfiguration verwenden, d.h. Windows 2000 parallel zu einem anderen Betriebssystem auf dem gleichen Computer nutzen, können Sie u.U. von dem anderen Betriebssystem nicht auf Dateien auf einer NTFS-Partition zugreifen. Deshalb empfiehlt es sich, bei einer Dualbootkonfiguration das Dateisystem FAT32 oder FAT zu verwenden.

FAT und FAT32
FAT32 ist eine erweiterte Version des FAT-Dateisystems und kann für Laufwerke von 512 MB bis 2 TB Größe verwendet werden. FAT und FAT32 gewährleisten Kompatibilität mit anderen Betriebssystemen als Windows 2000. Wenn Sie eine Dualbootkonfiguration einrichten, wählen Sie am besten FAT oder FAT32.

Bei der parallelen Nutzung von Windows 2000 und einem anderen Betriebs­system auf dem gleichen Computer verwenden Sie ein Dateisystem, das auf dem anderen Betriebssystem basiert. Beachten Sie dabei folgende Kriterien:

Formatieren Sie die Partition als FAT-Laufwerk, wenn die Installations­partition kleiner als 2 GB ist, oder wenn Sie Windows 2000 in einer Dualboot­konfiguration mit MS-DOS®, Windows 3.1, Windows 95, Windows 98 oder Windows NT einrichten.

Partitionen über 2 GB Größe sollten als FAT32-Laufwerk formatiert werden. Wenn Sie während der Installation von Windows 2000 FAT als Dateisystem auswählen und die Partition größer als 2 GB ist, formatiert Setup die Partition automatisch mit FAT32.

Festplattenpartitionen
Die Partitionierung ist eine Methode, eine Festplatte so aufzuteilen, dass jeder Abschnitt als eigenständige Einheit fungiert. Sie können Partitionen erstellen, um Daten zu organisieren, etwa für die Datensicherung, oder um zwei Betriebs­systeme auf dem gleichen Computer zu verwenden. Beim Erstellen von Parti­tionen auf einer Festplatte teilen Sie diese in einen oder mehrere Bereiche auf. Diese Bereiche werden durch ein Dateisystem, z.B. FAT oder NTFS, für den Gebrauch formatiert.

Wenn Sie eine Neuinstallation durchführen, wählt Windows 2000 Setup auto­matisch eine geeignete Festplattenpartition aus, es sei denn, Sie klicken während der Installation auf Erweiterte Optionen und legen eine andere Partition fest. Eine Festplatte kann bis zu vier Partitionen umfassen.

Konfigurieren von Festplattenpartitionen
Je nach vorhandener Festplattenkonfiguration haben Sie bei der Installation folgende Möglichkeiten:

Wenn die Festplatte nicht partitioniert ist, können Sie die Windows 2000-Partition erstellen und ihre Größe
festlegen.

Wenn die vorhandene Partition groß genug ist, können Sie Windows 2000 auf dieser Partition installieren.

Wenn die vorhandene Partition zu klein ist, jedoch genügend nicht partitio­nierter Festplattenspeicher verfügbar ist, können Sie eine neue Windows 2000-Partition in diesem nicht partitionierten Bereich erstellen.

Wenn auf der Festplatte eine Partition besteht, können Sie diese löschen, um mehr nicht partitionierten Festplattenspeicher für die Windows 2000-Partition zu erstellen. Beim Entfernen einer vorhandenen Partition werden auch alle Daten auf dieser Partition gelöscht.

Wenn Sie Windows 2000 Professional in einer Dualbootkonfiguration einrichten möchten, ist es wichtig, dass Sie Windows 2000 auf einer eigenen Partition installieren. Beim Installieren von Windows 2000 auf der gleichen Partition, auf der sich auch ein anderes Betriebssystem befindet, überschreibt Setup möglicher­weise Dateien, die von dem anderen Betriebssystem installiert wurden.

Festlegen der Größe von Festplattenpartitionen

Für die Installation von Windows 2000 reichen zwar 500 MB freier Festplatten­speicher aus, allerdings haben Sie mehr Spielraum, um später einmal Aktuali­sierungen, Betriebssystemtools oder sonstige Dateien hinzuzufügen, wenn Sie eine große Installationspartition verwenden.

Während der Installation sollten Sie nur die Partition erstellen und bemessen, auf der Sie Windows 2000 installieren möchten. Nach der Installation von Windows 2000 können Sie mit Hilfe der Datenträgerverwaltung Änderungen vornehmen oder neue Partitionen auf der Festplatte erstellen.

Konvertieren oder Neuformatieren von vorhandenen Festplattenpartitionen

Entscheiden Sie vor dem Ausführen von Setup, ob Sie bestehende Partitionen beibehalten, konvertieren oder neu formatieren möchten. Die Standardeinstellung für eine bereits vorhandene Partition ist, dass das bestehende Dateisystem intakt bleibt, so dass alle Dateien auf dieser Partition erhalten bleiben.

Wenn Sie festlegen, dass die Partition konvertiert oder neu formatiert werden soll, müssen Sie das geeignete Dateisystem auswählen (NTFS, FAT oder FAT32). Die folgenden Richtlinien dienen als Entscheidungshilfe.

Wichtig:
Sichern Sie in jedem Fall die Daten auf einer Partition, bevor Sie das Dateisystem für die Partition ändern. Durch Neuformatieren der Partition werden alle vorhandenen Daten gelöscht.

Soll ich die vorhandene Partition in NTFS konvertieren?

Sie können eine vorhandene Partition während der Installation in NTFS konver­tieren, um die Sicherheitsfunktionen von Windows 2000 nutzen zu können. Außer­dem haben Sie jederzeit nach der Installation die Möglichkeit, das Datei­system von FAT auf NTFS umzustellen. Hierzu führen Sie Convert.exe an der Eingabeaufforderung aus.

Bei dieser Option bleiben die auf der Partition vorhandenen Dateien erhalten, der Zugriff auf diese Dateien ist jedoch nur von Windows 2000 aus möglich. Verwenden Sie diese Option in folgenden Fällen:

Sie möchten NTFS-spezifische Funktionen wie Sicherheit, Datenträger­komprimierung usw. nutzen.

Eine Dualbootkonfiguration mit einem zweiten Betriebssystem ist nicht vorgesehen (außer mit Windows NT 4.0 Service Pack 4 oder höher, das eine Windows 2000-NTFS-Partition verwenden kann).

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Dualbootkonfiguration“ weiter hinten in diesem Kapitel.

Soll ich immer NTFS als Dateisystem verwenden?

NTFS ist das empfohlene Dateisystem für Windows 2000. In bestimmten Fällen ist jedoch ein anderes Dateisystem erforderlich. Wenn Sie eine Partition mit NTFS formatieren, können Sie nur von Windows 2000 aus auf Dateien zugreifen, die später auf dieser Partition erstellt werden. Falls Sie vorhaben, von anderen Betriebssystemen aus (z. B. MS-DOS) auf Dateien zuzugreifen, installieren Sie ein FAT-Dateisystem.

Wichtig:
Wenn Sie eine NTFS-Partition in eine FAT-Partition konvertieren möchten, müssen Sie zuerst alle Dateien sichern, dann die Partition mit FAT neu formatieren (wobei alle Dateien gelöscht werden) und anschließend die Dateien von der Sicherung wiederherstellen. Sie können eine in Windows NT erstellte NTFS-Partition nicht wiederherstellen, nachdem Sie sie in die in Windows 2000 verwendete NTFS-Version konvertiert haben.

Um eine FAT-Partition in eine FAT32-Partition zu konvertieren, müssen Sie zuerst alle Dateien sichern, dann die Partition mit FAT32 neu formatieren (wobei alle Dateien gelöscht werden) und anschließend die Dateien von der Sicherung wiederherstellen.

Dualbootkonfiguration

Wenn Sie auf Ihrem Computer eine Dualbootkonfiguration einrichten, können Sie bei jedem Start des Computers zwischen den Betriebssystemen (bzw. Betriebs­systemversionen) wählen.

Windows 2000 unterstützt Dualbootkonfigurationen mit den folgenden Betriebssystemen:

Windows NT 3.51, Windows NT 4.0

Windows 95, Windows 98

Windows 3.1, Windows für Workgroups 3.11

MS-DOS

OS/2

Um eine Dualbootkonfiguration einzurichten, müssen Sie für jedes Betriebs­system eine separate Partition erstellen. Während der Installation von Windows 2000 können Sie mit Hilfe der Schaltfläche Erweiterte Optionen einen Ordner auf einer noch ungenutzten Partition auswählen.

Weitere Informationen zum Einrichten einer Dualbootkonfiguration auf Ihrem Computer finden Sie im Windows 2000
Professional Resource Kit.

Wichtig:
Es wird dringend geraten, vor dem Installieren eines anderen Betriebs­systems eine Notfalldiskette zu erstellen.

Vorbereitungen für eine Dualbootkonfiguration

Wenn Sie eine Dualbootkonfiguration einrichten möchten, um Windows 2000 Professional und ein weiteres Betriebssystem, z. B. MS-DOS oder Windows 98, auf Ihrem Computer zu verwenden, beachten Sie die folgenden Hinweise:

Installieren Sie jedes Betriebssystem auf einer eigenen Laufwerk- oder Festplattenpartition.

Da Sie eine Neuinstallation von Windows 2000 durchführen, müssen Sie nach dem Abschluss von Setup alle Programme, z. B. Textverarbeitungs- oder E-Mail-Anwendungen, neu installieren.

Verwenden Sie für Dualbootkonfigurationen das FAT-Dateisystem. Die Verwendung von NTFS wird zwar bei Dualbootkonfigurationen unterstützt, macht jedoch die Konfiguration komplizierter. Weitere Informationen zur Verwendung von NTFS bei einer Dualboot­konfiguration finden Sie im Windows 2000 Professional Resource Kit.

Wenn Sie eine Dualbootkonfiguration mit MS-DOS oder Windows 95 einer­seits und Windows 2000 andererseits einrichten möchten, installieren Sie Windows 2000 zuletzt. Andernfalls werden wichtige Dateien, die zum Starten von Windows 2000 notwendig sind, möglicherweise überschrieben.

Bei einer Dualbootkonfiguration mit Windows 98 und Windows 2000 müssen Sie die Betriebssysteme nicht in einer bestimmten Reihenfolge installieren.

Für eine Dualbootkonfiguration mit Windows 2000 einerseits und Windows 95 oder MS-DOS andererseits müssen Sie die primäre Partition als FAT formatieren. Wenn Sie Windows 2000 zusammen mit Windows 95 OSR2 oder Windows 98 verwenden möchten, müssen Sie die primäre Partition als FAT oder FAT32 formatieren und nicht als NTFS.

Wenn Sie einen Dualbootcomputer aktualisieren, können Sie nur unter Windows NT 4.0 mit Service Pack 4 auf NTFS-Partitionen zugreifen.

Wenn Sie Windows 2000 auf einem Computer installieren, auf dem eine Dual­bootkonfiguration mit OS/2 und MS-DOS besteht, konfiguriert Windows 2000 Setup das System so, dass Sie beim Booten zwischen Windows 2000 Professional und demjenigen Betriebssystem wählen können (MS-DOS oder OS/2), das Sie vor dem Ausführen von Windows 2000 Setup zuletzt verwendet haben.
Installieren Sie Windows 2000 nicht auf einem komprimierten Laufwerk, es sei denn, das Laufwerk wurde mit dem Komprimierungsprogramm des NTFS-Dateisystems komprimiert.

Eine Dekomprimierung von DriveSpace®- oder DoubleSpace®-Datenträgern ist nicht erforderlich, wenn Sie eine Dualbootkonfiguration mit Windows 95 oder Windows 98 planen. Allerdings ist das komprimierte Laufwerk während der Ausführung von Windows 2000 nicht verfügbar.

Windows 95 oder Windows 98 konfigurieren bei der ersten Verwendung u. U. Hardwareeinstellungen neu. Dies kann zu Problemen führen, wenn Sie parallel dazu Windows 2000 verwenden.

Damit Ihre Programme auf einem Dualbootcomputer unter beiden Betriebs­systemen fehlerfrei funktionieren, müssen Sie sie unter jedem Betriebssystem einzeln installieren. Programme können nicht betriebssystemübergreifend genutzt werden.


Dualbootkonfiguration mit Windows NT

Wenn Sie eine Dualbootkonfiguration mit Windows NT und Windows 2000 einrichten möchten, berücksichtigen Sie Folgendes:

Ist der Dualbootcomputer Teil einer Windows NT- oder Windows 2000-Domäne, müssen Sie jeder Installation von Windows NT Workstation oder Windows 2000 Professional einen anderen Computernamen geben.

Wenn die Festplatte nur mit NTFS-Partitionen formatiert ist, wird davon abgeraten, eine Dualbootkonfiguration mit Windows 2000 und Windows NT einzurichten.

Wenn Sie NTFS verwenden und eine Dualbootkonfiguration mit Windows NT planen, müssen Sie dieses auf Windows NT 4.0 SP4 oder höher aktualisieren, bevor Sie Windows 2000 installieren.

Anpassen der Installation

Sie können die Installation von Windows 2000 an Ihre Erfordernisse anpassen. Wenn Sie das unbeaufsichtigte Setup ausführen, können Sie Antworten auf Eingabeaufforderungen in Setup im Vorhinein festlegen, damit Sie diese nicht während der Installation manuell eingeben müssen.

Weitere Informationen zum Anpassen der Installation finden Sie im Windows 2000 Professional Resource Kit

Verwenden von Befehlszeilenparametern und -optionen

Sie können eine Windows 2000-Installation anpassen, indem Sie die Ausführung von Setup durch Winnt.exe und Winnt32.exe modifizieren. In den folgenden Abschnitten werden die Parameter und Optionen beschrieben, mit denen Sie Ihre Installation anpassen können.


Die Befehlssyntax für „Winnt.exe“

Wenn Sie die Datei Winnt.exe ausführen, wird Windows 2000 installiert. Sie können den Befehl Winnt an der Eingabeaufforderung für MS-DOS, Windows 3.1 oder Windows für Workgroups 3.11 ausführen.

Die Syntax des Befehls winnt lautet wie folgt:

winnt [/s:Quellpfad] [/t:Temp_Laufwerk]
[/u:Antwortdatei][/udf:ID [,UDF-Datei]]
[/r:Verzeichnis][/rx:Verzeichnis][/e:Befehl][/a]


Bedeutung:

/s:Quellpfad

Gibt den Quellort der Windows 2000-Dateien an. Hierbei muss es sich um eine vollständige Pfadangabe im Format x:\[Pfad] oder \Server\Freigabe[\Pfad] handeln.

/t:Temp_Laufwerk

Weist Setup an, temporäre Dateien auf der angegebenen Partition zu speichern und Windows 2000 auf dieser Partition zu installieren. Wenn Sie keinen Speicherort angeben, versucht Setup, ein Laufwerk auszuwählen.

/u:Antwortdatei

Führt ein Setup ohne Beaufsichtigung unter Verwendung einer Antwortdatei aus. Die Antwortdatei enthält Antworten auf einige oder alle Eingabeauf­forderungen, auf die der Endbenutzer während des Setups normalerweise antwortet. Sie müssen außerdem die Option /s verwenden.

/udf:ID [,UDF-Datei]

Gibt einen Bezeichner (ID) an, mit dem Setup angibt, wie eine UDF-Datei (Uniqueness Database File) eine Antwortdatei ändert (siehe Option /u). Der Parameter /udf überschreibt Werte in der Antwortdatei, der Bezeichner bestimmt, welche Werte in der UDF-Datei verwendet werden. Wird keine UDF-Datei angegeben, fordert Setup Sie auf, eine Diskette einzulegen, die die Datei $Unique$.udb enthält

/r:Verzeichnis

Gibt ein optionales Verzeichnis an, das installiert werden soll. Nachdem Setup beendet ist, verbleibt dieses Verzeichnis.

/rx:Verzeichnis

Gibt ein optionales Verzeichnis an, das kopiert werden soll. Nachdem Setup beendet ist, wird dieses Verzeichnis entfernt.

/e:Befehl

Gibt einen Befehl an, der am Ende einer Installation für GUI-Modus ausge­führt werden muss.

/a

Aktiviert die Eingabehilfen.



Die Befehlssyntax für „Winnt32.exe“

Durch Ausführen der Datei Winnt32.exe wird Windows 2000 installiert bzw. aktualisiert. Sie können den Befehl winnt32 an einer Windows 95-, Windows 98- oder Windows NT-Eingabeaufforderung ausführen.

Die Syntax des Befehls winnt32 lautet wie folgt:

winnt32 [/s:Quellpfad] [/tempdrive:Laufwerkbuchstabe]
[/unattend[Zahl]:[Antwortdatei]] [/copydir:Verzeichnisname]
[/copysource:Verzeichnisname] [/cmd:Befehlszeile]
[/debug[Ebene]:[Dateiname]] [/udf:ID[,UDF-Datei]]
[/syspart:Laufwerkbuchstabe] [/checkupgradeonly]
[/cmdcons] [/m:Verzeichnisname] [makelocalsource]
[/noreboot]


Bedeutung:

/s:Quellpfad

Gibt den Quellort der Windows 2000-Dateien an. Um Dateien von mehreren Servern gleichzeitig zu kopieren, geben Sie mehrere /s-Quellen an. Bei Verwendung mehrerer /s-Optionen muss der erste angegebene Server verfügbar sein. Andernfalls kann Setup nicht ausgeführt werden.

/tempdrive:Laufwerkbuchstabe

Weist Setup an, temporäre Dateien auf der angegebenen Partition abzulegen und Windows 2000 auf dieser Partition zu installieren.

/unattend

Aktualisiert frühere Versionen von Windows 2000, Windows NT 4.0, Windows 3.51, Windows 95 oder Windows 98 im Setupmodus ohne Beauf­sichtigung. Sämtliche Benutzereinstellungen werden von der vorherigen Installation übernommen, so dass Setup ohne Benutzereingriff ausgeführt werden kann. Mit der Option unattend zur Automatisierung von Setup bestätigen Sie, dass Sie den Microsoft-Lizenzvertrag für Windows 2000 gelesen haben und sich mit diesem einverstanden erklären. Bevor Sie Windows 2000 mit dieser Option für eine andere Organisation als Ihre eigene installieren, müssen Sie sicherstellen, dass der Endbenutzer (entweder eine Einzelperson oder eine juristische Person) die im Microsoft-Lizenzvertrag für Windows 2000 festgelegten Bedingungen erhalten, gelesen und akzeptiert hat. OEMs dürfen diesen Schlüssel nicht auf Computern definieren, die an Endbenutzer verkauft werden.

/unattend[Zahl]:[Antwortdatei]

Führt im unbeaufsichtigten Setup-Modus eine Neuinstallation durch. Die benutzerspezifischen Angaben werden von Setup aus der Antwortdatei über­nommen. Zahl entspricht der Anzahl der Sekunden, die zwischen dem Ende des Dateikopiervorgangs und dem Neustart des Computers durch Setup liegen. Sie können Zahl auf jedem Computer verwenden, auf dem Windows NT oder Windows 2000 ausgeführt wird. Antwortdatei ist der Name der Antwortdatei.

/copydir:Verzeichnisname

Erstellt in dem Verzeichnis, in dem die Windows 2000-Dateien installiert sind, einen zusätzlichen Verzeichnis. Wenn der QuellVerzeichnis beispielsweise den Verzeichnis Private_Treiber beinhaltet, der Änderungen ausschließlich für Ihren Standort enthält, geben Sie /copydir:Private_Treiber ein, damit Setup diesen Verzeichnis in Ihren installierten Windows 2000-Verzeichnis kopiert. Der neue Pfad des Verzeichniss sollte dann C:\Winnt\Private_Treiber lauten. Mit /copydir können Sie so viele zusätzliche Order erstellen wie benötigt werden.

/copysource:Verzeichnis

Erstellt in dem Verzeichnis, in dem die Windows 2000-Dateien installiert sind, einen temporären zusätzlichen Verzeichnis. Wenn der QuellVerzeichnis beispielsweise den Verzeichnis “Private_Treiber” enthält, der lediglich Änderungen für Ihren Standort umfasst, können Sie /copysource:Private_Treiber eingeben, damit Setup diesen Verzeichnis in Ihren installierten Windows 2000-Verzeichnis kopiert und seine Dateien für die Konfiguration verwendet. Der neue temporäre Pfad des Verzeichniss lautet dann C:\Winnt\Private_Treiber. Im Unterschied zu den Ord­nern, die durch /copydir angelegt werden, werden die durch /copysource erstellten Verzeichnis nach Ausführen von Setup gelöscht.

/cmd:Befehlszeile

Weist Setup an, vor der Schlussphase von Setup einen bestimmten Befehl auszuführen. Dieser Zeitpunkt liegt nach dem zweimaligen Neustarten des Computers und nachdem Setup die erforderlichen Konfigurationsdaten zusammengestellt hat, jedoch vor dem Abschluss von Setup.

/debug[Ebene]:[Dateiname]

Erstellt ein Debugprotokoll auf der angegebenen Ebene, beispielsweise /debug4:C:\Win2000.log. Die Standardprotokolldatei ist C:\%Windir%\Winnt32.log mit der Debugebene 2. Die Protokollebenen sind wie folgt definiert: 0: Schwere Fehler; 1: Fehler; 2: Warnungen; 3: Informationen; 4: Detaillierte Informationen zur Fehlersuche. Jede Ebene umfasst auch die untergeordneten Ebenen.

/udf:ID[,UDF-Datei]

Gibt einen Bezeichner (ID) an, durch den Setup festlegt, wie eine Antwortdatei (siehe Schalter /unattend) von einer UDF (Uniqueness Database File)-Datei geändert wird. Die UDF überschreibt Werte in der Antwortdatei, und der Bezeichner legt fest, welche Werte der UDF verwendet werden. Beispiels­weise werden durch /udf:RAS_Benutzer,Unsere_Firma.udb Einstellungen überschrieben, die in der Datei Unsere_Firma.udb für den Bezeichner RAS_Benutzer festgelegt wurden. Wenn für UDF-Datei kein Wert angegeben wird, fordert Setup den Benutzer auf, eine Diskette mit der Datei $Unique$.udb einzulegen.

/syspart:Laufwerk

Gibt an, dass Sie Startdateien von Setup auf eine Festplatte kopieren, die Festplatte als aktiv kennzeichnen und diese dann in einem anderen Computer installieren können. Wenn Sie diesen Computer starten, startet er automatisch mit der nächsten Phase von Setup. Der Parameter /syspart muss stets mit dem Parameter /tempdrive verwendet werden.

/checkupgradeonly

Überprüft, ob der Computer für die Aktualisierung auf Windows 2000 kompatibel ist. Für Aktualisierungen von Windows 95 oder Windows 98 erstellt Setup im Windows-InstallationsVerzeichnis eine Berichtsdatei mit dem Namen Upgrade.txt. Für die Aktualisierung von Windows NT 3.51 oder 4.0 speichert Setup diesen Bericht in Winnt32.log im InstallationsVerzeichnis.

/cmdcons

Fügt dem Bildschirm zur Betriebssystemauswahl die Option Wiederher­stellungskonsole zum Reparieren einer fehlgeschlagenen Installation hinzu. Sie wird nur im Anschluss an Setup verwendet.

/m:Verzeichnisname

Gibt an, dass zu ersetzende Dateien von Setup aus einem anderen Verzeichnis kopiert werden. Weist Setup an, zuerst an der alternativen Quelle zu suchen. Wenn dort Dateien vorhanden sind, werden sie an Stelle der Dateien am Standardort verwendet.

/makelocalsource

Weist Setup an, alle Quelldateien zur Installation auf die lokale Festplatte zu kopieren. Verwenden Sie bei der Installation von CD /makelocalsource, damit auf die Installationsdateien zugegriffen werden kann, auch wenn die CD im weiteren Verlauf der Installation nicht mehr verfügbar sein sollte.

/noreboot

Weist Setup an, den Computer nicht neu zu starten, nachdem winnt32 die Dateikopierphase abgeschlossen hat, so dass Sie einen anderen Befehl ausführen können.



Ausführen von Setup ohne Beaufsichtigung

Mit Hilfe einer Antwortdatei können Netzwerkadministratoren und erfahrene Benutzer eine Neuinstallation im Setupmodus ohne Beaufsichtigung durchführen. Bei diesem Modus ist eine Interaktion mit dem Benutzer während der Installation nicht erforderlich, da die Antwortdatei alle Informationen enthält, die Setup benötigt, z. B. die Einverständnis mit dem Lizenzvertrag, den Computernamen und die Netzwerkkarte. Antwortdateien ermöglichen eine rasche Installation von Windows 2000 auf mehreren Computern.

Ein Beispiel für eine Antwortdatei, Unattend.txt, finden Sie im Verzeichnis \I386 auf der Windows 2000 Professional-CD. Nutzen Sie diese Datei als Vorlage für eine eigene Antwortdatei zum Anpassen der Installation. Weitere Informationen zum Erstellen einer Antwortdatei finden Sie im Windows 2000 Professional Resource Kit.

Um eine unbeaufsichtigte Installation in Windows 95, Windows 98, Windows NT 3.51 oder Windows NT 4.0 durchzuführen, starten Sie Winnt32.exe entweder mit der Option /unattend[Zahl]:[Antwortdatei] oder mit /unattend.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Die Befehlssyntax für Winnt32.exe“ weiter vorne in diesem Kapitel.


Erstellen von Setup-Startdisketten

Falls Ihnen die Setup-Startdisketten nicht vorliegen, können Sie Ersatzdisketten erstellen. Die Startdisketten benötigen Sie, um Setup zu starten, wenn Sie das Installationsprogramm nicht von der Festplatte aus starten können.

Anmerkung:
Setup-Startdisketten enthalten andere Daten als die Notfalldiskette.

So erstellen Sie Setup-Startdisketten

  1. Legen Sie eine leere, formatierte Diskette in das Diskettenlaufwerk und die Windows 2000 Professional-CD in das CD-ROM-Laufwerk ein.
    Sie benötigen vier leere, formatierte 3,5-Zoll-Disketten mit 1,44 MB Kapazität. Benennen Sie die Disketten mit „Setup-Diskette 1“, „Setup-Diskette 2“ usw.

  2. Klicken Sie auf Start und dann auf Ausführen.

  3. Geben Sie an der Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein, wobei Sie d durch den Buchstaben für Ihr CD-ROM-Laufwerk ersetzen und a durch den Buchstaben für Ihr Diskettenlaufwerk: d:\bootdisk\Makeboot.exe a:

  4. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.